Seit 20 Jahren mit ehrlicher Politik für Soziale Gerechtigkeit!

Ein Schwimmbad ist wichtig für Maintal, aber die Kosten müssen im Rahmen bleiben.

  • Kostenentwicklung: Aus ursprünglich geplanten 20 Millionen Euro sind mittlerweile über 45,4 Millionen Euro geworden. Diese enorme Summe belastet den städtischen Haushalt langfristig.
  • Risiko Fördergelder: Durch Bauverzögerungen (z.B. 700 zusätzliche Betonpfeiler wegen instabilem Grund) verschiebt sich die Eröffnung auf 2028. Damit ist der fest eingeplante Bundeszuschuss von 6 Millionen Euro akut gefährdet.
  • Fehlende Deckung: Das Bad wird jährlich rund 3 Millionen Euro für Zinsen und Abschreibungen kosten. Da die Gewerbesteuereinnahmen aktuell eher sinken, ist völlig unklar, wie dieses Defizit dauerhaft ausgeglichen werden soll.

Grundsteuer betrifft jeden, der in Maintal wohnt. Die Eigentümer zahlen sie direkt an die Stadt, die Mieter über ihre Nebenkostenabrechnung.
Die Mehrheitsparteien haben die Grundsteuer für den Haushalt 2025 von 654 Punkten um 45% (!) auf 950 Punkte erhöht, und planen weitere Erhöhungen.
Wir fordern hier mehr Transparenz und Sparsamkeit.

Seit 2016 ist die Zahl der Stellen in der Stadtverwaltung um fast 50 % gestiegen (auf über 649 Stellen). 42 Millionen Euro fließen jährlich in das Personal – oft für Stellen, die gar nicht besetzt werden können. Hier müssen wir effizienter werden.

Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung durchsetzen, Geflüchtete integrieren – das sind nur zwei der Aufgaben, die das Land Hessen bzw. die Bundesrepublik Deutschland auf die Kommunen abgewälzt hat, ohne sie finanziell dafür auszustatten.
Die Folgen sind eine Überbelastung des städtischen Haushalts, der eigentlich für Projekte vor Ort genutzt werden soll, nicht für die Erfüllung von Landesaufgaben.
Die Kommunen haben die Möglichkeit, Klage zu erheben, nutzen dieses Instrument jedoch nicht. Diese Rücksichtnahme auf die eigenen Parteien, die eben auch in Land und Bund regieren, wollen wir aber nicht länger mittragen, deshalb stellen wir regelmäßig Anträge, die Gelder von Bund und Land zurückzuholen.

Die Ansiedlung von riesigen Rechenzentren erzeugt Unmengen an CO2-Ausstoß und verbraucht Unmengen an Wasser (laut Magistrat, TOP 23 der Stadtverordnetenversammlung vom 15.12.2025, die Jahresfördermenge des Brunnens in Wachenbuchen von 150.000 m³ Wasser).
Maintals Wasser kommt teilweise aus den eigenen Grundwasservorräten in Wachenbuchen, die durch die Hitzeperioden immer weniger werden, aber auch aus dem Vogelsberg.
Das Rechenzentrum von AWS muß mit Frischwasser versorgt werden, um die Serverkühlung aufrechtzuerhalten – das führt mittelfristig zu einem Absterben unserer Wälder vor Ort, da die Bäume nicht mehr an Grundwasser gelangen können.
Wir verlangen von AWS, darzulegen, wie ihre groß beworbene Wasserpositivität in Maintal aussehen soll.

Maintal braucht eine gesunde soziale Mischung. Wir wehren uns gegen eine Stadtentwicklung, die nur noch teure Luxus-Wohnprojekte auf der einen und vernachlässigte Quartiere auf der anderen Seite kennt.
30% sozialer Wohnungsbau sind nicht genug – auch Investoren müssen ihre Pflichten der Gemeinschaft gegenüber erfüllen.
Die Gestaltung der Stadt und ihrer Bevölkerung darf nicht von den Baulöwen bestimmt werden, die ihre Wohnungen zu Wucherpreisen anbieten und als Feigenblatt dazu etwas erschwinglichen Wohnraum für eine bestimmte Zeit anbieten. Zusammenhalt und Demokratie entstehen nicht durch räumliche Trennung, sondern durch ein Miteinander leben.
Durch die Stelle der Bürgerschaftlichen Beauftragten für Soziales konnte die WAM indirekt verhindern, daß langjährige Bürgerinnen und Bürger aus Maintal verdrängt werden, weil sie den steigenden Mietpreisen nicht mehr tatenlos gegenüberstehen mußten, sondern sich wehren konnten.

Demokratieverständnis und politische Teilhabe sind uns wichtig – auch, wenn uns das keine Stimmen bringt.
Kinder und Jugendliche werden von der Politik in ganz Deutschland systematisch vernachlässigt, weil sie noch nicht wählen dürfen, und sind deshalb auch oft von politischer Teilhabe ausgeschlossen, da ihre Meinungen zu unbequem und unpopulär sind.
Unser Ansatz ist eine Einrichtung, die es Kindern und Jugendlichen ermöglicht, die Politik in Maintal und ihre eigene Stadt mitzugestalten – sei es bei Freizeitaktivitäten, Klimaanpassung oder dem ÖPNV.
Dafür haben wir zum Beispiel gemeinsam mit der CDU ein Jugendtaxi gefordert, daß Jugendliche abends sicher nach Hause bringen soll.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf darf kein Luxusgut sein. Wenn Eltern arbeiten, müssen sie sich auf eine zuverlässige und bezahlbare Betreuung verlassen können.
Gerade jetzt, wo die CDU fordert, daß das Recht auf Teilzeitarbeit abgeschafft werden soll, brauchen wir einen massiven Ausbau der Kinderbetreuung und eine finanzielle Entlastung der Eltern.
Diese Kosten MÜSSEN von Land und Bund getragen werden (Konnexitätsprinzip), keinesfalls von Maintals Bürgerinnen und Bürgern.

Die Maintaler Waldflächen müssen neu gedacht und als Naherholungsgebiet und Naturforst betrieben werden.
Die Entnahme von Tot- oder Schadholz ist unwirtschaftlich (geringe Marktpreise) und ökologisch sinnlos. Dadurch werden dem Wald Nährstoffe und Lebensräume entzogen, die für eine funktionierende Biodiversität und ein ökologisches Gleichgewicht absolut notwendig sind. Der Verbleib von Totholz in den Wäldern verhindert, daß weitere Bäume absterben und entnommen werden müssen und fördert zudem die Artenvielfalt.

Maintal braucht Kaltluftschneisen und unversiegelte Flächen, die durch investorengetriebene Wohnbauten immer seltener werden.
Das führt dazu, daß sich die Stadt in den Sommermonaten immer mehr aufheizt und zur gesundheitlichen Gefahr für die Bürgerinnen und Bürger wird.
Um das zu verhindern, kauft die städtische Wohnungsbaugesellschaft (MIG) innerörtliche, bereits bebaute/versiegelte Flächen, so daß für bezahlbare Wohnungen keine Grünstreifen vernichtet werden.